Willkommen bei «Intuiva Geschichten»

Lange schon trage ich den Gedanken in mir, meine «INTUIVA GEDANKEN» sichtbar zu machen. Jetzt ist die Zeit reif. Doch wie war der Weg hierher, und was ist die Idee?

Aufzuwachsen in einer Winzerfamilie, das bedeutet: Die Reben sind dein Spielplatz und im Herbst, nach der Schule, wirst du unter der Haustür vom Duft der gärenden Traubenmaische empfangen. Am Mittagstisch wird das frische Gemüse vom eigenen Garten aufgetischt und über das Wetter diskutiert. Anfallende Arbeiten werden untereinander verteilt. Denn ein ungeschriebenes Gesetz in einem Familienbetrieb sagt: Alle helfen mit. Punkt. Dafür geht es im Winter in die Skiferien und an einem regnerischen Mittwoch kommt der Vater spontan mit ins Hallenbad. Oder bastelt in der Werkstatt einen Anhänger.

Nach ein paar sehr wertvollen Lehr- und Wanderjahren, fern von Reben, nahe der Wüste und den schönsten Tourismusorten, bin ich wieder heimgekehrt und im 2005 meinen ersten eigenen Wein gekeltert. Ich habe bald darauf die traditionellen Weinetiketten neu gestaltet, meine Eltern liessen mich gottlob gewähren. Meine Handschrift durfte drauf, und den «Blauburgunder Barrique» habe ich umgetauft in INTUIVA. Frag mich nicht, wie ich auf diesen Namen gekommen bin. Intuitiv, an einem Ostersonntag. Was ich aber wusste, war: Der INTUIVA soll nicht einfach ein Top-Pinot aus unseren ältesten Reben sein. Der INTUIVA soll ein Vermittler sein von all meinen Gedanken, die mir während den unzähligen Stunden in den Reben, im Keller und beim Wein trinken, in den Sinn kommen.

INTUIVA soll wie ein Brief an die Menschen sein, die den Wein trinken. All diese Gedanken, die will ich nicht für mich behalten! Sie gehören dem Weintrinker. Denn: Wein ist so viel mehr als Fruchtaromen, Gerbstoffe und Lagerfähigkeit. Alles Themen, über die oft und ewig diskutiert wird. Doch Wein ist auch Sehnsucht, ist Leiden und Leidenschaft, und vor allem: Wein ist Erkenntnis.

Je länger die Reben und der Wein zu meinem täglichen Leben gehören, desto bewusster wird mir, wieviele Parallelen wir Menschen mit dem Wein haben. Wieviel wir von den Reben lernen können. Wieviel Sinn und Antworten wir in der Natur finden.

Immer, wenn mich ein solches Sinnbild gedanklich erreicht, bin ich zuerst erstaunt, dann kribbelig und schliesslich schreibe ich diese Gedanken in mein Notizbuch.
Während über zehn Jahren habe ich solche Gedanken als Titel auf die Intuiva-Etiketten geschrieben. Einzeln, von Hand, mit Tinte und Feder. Ich habe es geliebt! Weil ich wusste, wieviel Freude ich den Kunden damit machen kann. Vor allem aber, weil mir das Schreiben eine Zeit der Ruhe und der Reflektion geboten hat.

Nun ist die Zeit reif, einen Schritt weiter zu gehen. Ich will nicht beim Titel bleiben – ich will die ganze Geschichte erzählen. INTUIVA GESCHICHTEN. Um dem Weintrinker weiterhin eine Inspiration, ein «Geschenk in Worten» mitzugeben, wickeln wir jede Flasche in wertiges dunkles Papier. Inwendig erwartet ihn eine handschriftliche Botschaft. Weil Wein eben nicht nur verleiten soll für hochstehende Degustationskommentare. Sondern weil die Zeit des Weintrinkens eine ideale Bühne ist, um inne zu halten und übers Leben zu sinnieren. Vielleicht findest auch du ein paar Antworten darin? Ich wünsche es dir und mir.

«Nimm das Glück in beide Hände» – Viva!
Carina Lipp-Kunz

 

 

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Hoffnung auf Austrieb schlummert im Innern.

An diesem grünen Trieb, diesem feinen, sanften Trieb, hängt unser ganzen Leben. Das Geld für die Krankenkasse, die Investition für die neue Weinpresse, das warme Essen auf dem Familientisch.

Dieser sanfte, grüne Trieb ist unser Lohn, unser täglich Brot. Das kann und darf nie selbstverständlich werden. Die Frostnächte vor vier Jahren, Ende April, haben es mich gelehrt. Und noch etwas haben sie mich gelehrt:

Hoffnung auf Austrieb. Solange der Lebenssaft schlummert im Rebstock, gibt es immer Hoffnung. Auf Austrieb. Auf Auftrieb. Auf neues Leben.


Dass wir heute einen 2017er Pinot trinken können, haben wir Winzer damals kaum mehr erwartet. Aber gehofft.

Hoffnung bedeutet Leben. Überleben.

Die Natur hat damals, im Frost-Frühling, eine unglaubliche Kraft entwickelt, und einen zweiten Austrieb geschafft.

Danke für diese Erfahrung, Wunder Natur.

 

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